Bundesweite Vereinheitlichung der Gesundheitshotline 1450

Die Gesundheitshotline 1450 wird in Österreich künftig bundesweit einheitlich gestaltet. Bisher unterschieden sich die Angebote je nach Bundesland, nun sollen zentrale Leistungen österreichweit identisch verfügbar sein. Ziel ist es, Patient:innen schneller und gezielter durch das Gesundheitssystem zu begleiten, Wartezeiten zu verkürzen und Ambulanzen nachhaltig zu entlasten. Die Hotline soll die erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem werden – rund um die Uhr, kostenlos und medizinisch fundiert.

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Bis dato ist die Hotline je nach Bundesland unterschiedlich ausgestaltet. Das soll sich nun ändern. Vor Weihnachten hat die Bundes-Zielsteuerungskommission unter dem Vorsitz von Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) ein bundesweit einheitliches Basisangebot für die Gesundheitshotline 1450 beschlossen. Sofern notwendig, sollen Daten auch in ELGA gespeichert werden. Besonders wichtig ist eine Vereinheitlichung des Qualitätsstandards, etwa dass bei Bedarf im Hintergrund auf Ärzt:innen zurückgegriffen werden kann. Aber auch die Verfügbarkeit des Service in mehreren Sprachen ist ein wichtiger Punkt. Im weiteren Verlauf soll die Gesundheitshotline 1450 ausgebaut werden und folgende Leistungen anbieten:

  • direkte Terminvereinbarungen in Ordinationen und in Spitälern
  • ärztliche Videokonsultationen inklusive Krankschreibung und E-Rezept
  • Vermittlungen an andere Gesundheitsberufe, etwa Pflegeberatung
  • stärkere Verknüpfung mit dem Gesundheitsportal und digitalen Gesundheitsapps
     

Quelle

MedMedia vom 21.12.2025