Zwar gibt es Fortschritte durch Standards wie FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources), ISiK (Informationstechnische Systeme in Krankenhäusern) und MIOs (Medizinische Informationsobjekte) sowie eine wachsende Akzeptanz von KI und Präzisionsmedizin, doch fehlen häufig passende Vergütungsmodelle und die nötige Infrastruktur für eine breite Umsetzung. Hilfe könnte hier der Krankenhaustransformationsfonds bringen, der für die Modernisierung von Krankenhausstrukturen gedacht ist.
Krankenhaustransformationsfonds
Der geplante Krankenhaustransformationsfonds mit bis zu 50 Milliarden Euro (2026–2035) gilt als zentraler Hebel, um Modernisierung, Spezialisierung, Telemedizin und die elektronische Patientenakte voranzubringen. Entscheidend ist, dass die Mittel nicht nur für Bauprojekte, sondern gezielt für interoperable, skalierbare digitale Plattformen eingesetzt werden. Der Transformationsfonds schließt telemedizinische Netzwerke und robotische Telechirurgie mit ein. Für Anwendungen wie die elektronische Patientenakte, das E-Rezept und das Automatisieren von Prozessen wird von Studien ein Milliardenpotential prognostiziert.
Priorität sollten zudem Health-Security-Aspekte wie Cyberresilienz, krisenfeste Systeme und sektorübergreifende Lageplattformen haben. Telemedizin, KI-gestützte Diagnostik und sichere, souveräne Cloud-Infrastrukturen können Versorgungslücken – besonders im ländlichen Raum – schließen und Effizienzgewinne ermöglichen. Vielversprechende Pilotprojekten sollen in die Fläche kommen. Der Transformationsfonds kann so zum Motor einer patientenzentrierten, digitalen und resilienten Gesundheitsversorgung werden, die Kosten senkt und wieder mehr Zeit für die eigentliche Behandlung schafft.
Quelle
EHEALTHCOM vom 14.01.2026


