Dieses Modell richtet sich vor allem an Spitalsärzt:innen, die zusätzlich privat tätig sein möchten. Voraussetzung bleibt eine überwiegende Tätigkeit im Krankenhausbetrieb. Laut KAGes stoße dieses Konzept insbesondere bei Leistungsträgern auf Interesse. Gleichzeitig eröffnet es neue Einnahmequellen und hilft, bestehende Ressourcen besser zu nutzen.
Hintergrund dieser Überlegungen ist ein wachsender Flächenbestand: Trotz moderner Bauweise sind Energieaufwand und Kosten hoch geblieben, unter anderem durch Leerstände. Die KAGes will daher ungenutzte Bereiche gezielt aktivieren. Neben diesen wirtschaftlichen und strukturellen Maßnahmen setzt die KAGes weiterhin auf Spezialisierung innerhalb ihrer Spitalsverbünde. Akutfälle und planbare Eingriffe sollen stärker getrennt und auf verschiedene Standorte verteilt werden, um Effizienz und Qualität zu steigern. Auch organisatorisch sieht sich die KAGes nach der Reduktion von 15 auf sieben Verbünde am Ziel ihrer Reformen.
Insgesamt zeigt sich: Die Öffnung der Spitäler für Privatordinationen steht im Zentrum der künftigen Strategie – als Schnittstelle zwischen öffentlicher Versorgung, individueller ärztlicher Tätigkeit und wirtschaftlicher Nutzung vorhandener Ressourcen.
Quelle
MedMedia vom 14.04.2026


